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Kirchen 2019-07-16T06:57:56+00:00

SANT MARÇAL

Die Kirche von Marratxi war zwischen 1369 bis 1636 der Gemeinde Santa Maria del Cami untergeordnet. Im Jahr 1636 aber wurden sie getrennt und man gründete somit die Kirche von Sant Marçal.

Der Bau der Kirche Sant Marçal wurde im Jahre 1698 durch bischöfliche Empfehlung in Auftrag gegeben. Die Grundsteinlegung erfolgte im Jahre 1699, als Pere Bennasar Rektor war, und wurde 1714 fertiggestellt, wie aus den Inschriften in der halbkugelförmigen Decke zu lesen ist.

Der Baumeister Lluc Mesquida, der aus einer Familie von Baumeistern aus Santa Maria stammte, wurde mit dem Bau der Kirche beauftragt: Die Kirche ist dem Barockstil zuzuordnen.

Das Altarbild ist dem heiligen Marçal gewidmet: In dessen Zentrum ist die Skulptur vom Heiligen Marçal als Pontifex gekleidet zu sehen. Sie soll laut dem Erzherzog Ludwig Salvator und Antoni Furió aus dem 15. Jahrhundert stammen. Der Heilige Marçal soll der Legende nach der Junge sein, der die fünf Brote und zwei Fische für die wundersame Brotvermehrung trug, die auch auf dem Wappen Marratxis erscheinen. Der Heilige Johannes der Täufer und der Heilige Petrus bilden das zentrale Altarbild. Die Unbefleckte Empfängnis über dem Altarbild vervollständigt die Komposition.

Adresse: Plaça Pedro de Verí, Sa Cabaneta.

SANT ALONSO

Das Bevölkerungswachstum im Pont d’Inca machte es notwendig, im Jahre 1889 ein vorübergehendes Gebetshaus in der Mehlfabrik “Harinera Balear” (heutige Bodegues Suau) einzurichten, bis man einen Ort für den Bau einer Kirche fand. Am 22. Juni 1890 feierte Bischof Cervera die Grundsteinlegung der Kirche, die dem Heiligen Alonso Rodríguez, der Heiligen Catalina Tomás und dem Seligen Ramon Llull gewidmet wurde. 1904 wurde die neue Kirche gesegnet. Die Kirche wurde vom berühmten Architekten Gaspar Bennassar gebaut.

Die Kirche wurde zwischen 1890 und 1909 errichtet. Sie ist eine Mischung aus romanischem und neomittelalterlichem Stil. Sie besteht aus zwei Schiffen. Im Hauptschiff befinden sich sechs Kapellen, von welchen die Kapelle des Heiligen Jaume und die der La Sang herausragen. Die Kapelle des Heiligen Jaume stammt aus den 50. Jahren und wurde vom Bildhauer aus Pont d’Inca Francesc Salvà angefertigt. Die Kapelle der La Sang beherbergt eine Skulptur des gekreuzigten Jesus, die früher im Gebetshaus Sant Llatzet stand. Man nimmt an, dass die Figur aus der Zunft der Espartoverarbeiter aus Palma stammte.

Auf der Fassade des Pfarrhauses aus dem Jahre 1947 befinden sich zwei Sonnenuhren mit folgenden lateinischen Inschriften: “tarde venientibus ossa” (die Knochen sind für die, die zu spät kommen), wahrscheinlich von Prudentius, und “sol me vos umbra regit” (die Sonne leitet mich und Euch der Schatten) vom Dichter Horatius.

Die Pfarrei besteht aus der eigentlichen Kirche und dem Pfarrhaus, das an einer Seite der Kirche und zu einem späteren Zeitpunkt angebaut wurde. Es gibt ebenfalls kleinere Anbauten am Kopfende der Kirche, wie zum Beispiel die Sakristei. In der Hauptfassade kann man drei senkrechte Teile ausmachen, von welchen der mittlere wegen seiner Dekoration hervorragt. Hier befindet sich das Portal mit einem mit Pflanzenmotiven dekorierten Türsturz und einem Engelskopf in der Mitte. Darüber befindet sich ein Halbkreis in der Form eines Tympanons mit einer sehr schlichten Blumendekoration. Auf beiden Seiten des Portals stehen zwei Wandpfeiler, die mit geometrischen und Blumenmotiven verziert sind. Darüber befindet sich ein weiterer mit geometrischen Figuren dekorierter Halbkreis und zwei Archivolten. An der seitlichen Fassade ragt der solide Kirchturm hervor, an dessen Basis sich der Nebeneingang befindet, der viel schlichter als das Hauptportal ist.

Es besteht aus einem einzigen Schiff mit seitlichen Kapellen, die miteinander durch Rundbögen verbunden sind. Das zentrale Schiff und die seitlichen Kapellen haben ein Tonnengewölbe mit Lünetten, wo Rundbogenfenster sind. Die Struktur wird durch drei Flachbögen gestützt. Die Apsis hat im Zentrum eine Skulptur von der Heiligen Catalina Tomas und an beiden Seiten je ein Gemälde, die das Leiden des Seligen Ramon Llull und den Heiligen Alonso Rodríguez zeigen. Diese Gemälde wurden zu einem späteren Zeitpunkt angefertigt. Das Ganze wird von einer Darstellung der Herrlichkeit gekrönt.

Adresse: Plaça Santa Catalina Tomàs 17, Pont d’Inca.

SANT LLÀTZER

Sie befindet sich auf dem Kirchplatz von Pla de na Tesa.

Der Bau der Kirche Sant Llàtzer, der vom Architekten Antoni Sureda geleitet wurde, wurde zwischen 1858 und 1864 ausgeführt. Die Kirche wurde aber bereits im Jahre 1860 gesegnet, vier Jahre vor ihrer Fertigstellung. Die Errichtung des Tempels wurde von Herrn Vicens Mates Frau gefördert, der auch finanziell die Baumassnahmen entscheidend unterstützt hat. 1889 wurde  der Bau des Kirchturms begonnen, der eine Mischung von neogotischem und klassizistischem Stil aufweist. Bereits im 20. Jahrhundert, genau am 25. August 1922, wurde eine zweite Glocke gesegnet.

Die Kirche besteht aus einem einzigen Schiff. Sie hat acht seitliche Kapellen mit halbkugelförmiger Decke, in welchen die Skulptur von La Sang und das Bild von der Heiligen Filomena herausragen. Neben der Abside an der Decke ist das Jahr 1859 und die lateinische Inschrift “ex elemosinis contructa piorum” (gebaut mit den Almosen der Frommen) zu lesen. Die Skulptur vom Heiligen Llatzer, die den Tempel beherrscht, wurde vom Bildhauer Francesc Salvà aus Marratxí angefertigt.

Sowohl die Bestandteile der Fassade als auch ihre Zusammensetzung sind im lokalen Barockstil des 18. Jahrhunderts einzuordnen. An den seitlichen Ecken der Fassade sind zwei riesige dekorative dorische Säulen angebracht. Über dem Hauptportal befindet sich ein herausragender Türsturz, der durch zwei Konsolen gehalten wird, und darüber ist ein Kreuz eingelassen. Im oberen Teil befindet sich eine einfache Rosette. Die Hauptfassade wird oben durch einen Giebel mit glattem Tympanon abgeschlossen. An der seitlichen Fassade befinden sich ein weiteres Portal und zwei Stützpfeiler. Hier befindet sich auch der quadratische Glockenturm der oben in Form einer Pyramide endet. Das Hauptportal wird dem neobarocken und der Glockenturm dem neogotischen Stil zugeordnet.

Adresse: Plaça de l’Església, Pla de na Tesa.

SANT JUNÍPER

Es Figueral ist eine kleine Siedlung in Marratxí, die aus etwas über ein Dutzend Strassen besteht und einige Hunderte Einwohner zählt. Dort gibt es eine kleine Kapelle, die der Gemeinde Sant Marçal untergeordnet ist.

Adresse: Carrer del Marquès de Mondéjar, Es Figueral.